Zucker1x1 – Welcher Zucker ist gesund?

Zucker ist nicht gleich Zucker.

Und Fruchtzucker ist nicht gleich Fruchtzucker.

ABER :: es gibt nur wenige Süßungsmittel, die dem Körper nicht schaden.
Welche das sind, erfährst du hier :: im Zuckerlexikon von Zentrum der Gesundheit.

Willst du schnell eine Antwort?

Hier die Zusammenfassung im Quickfinder ::

Welcher Zucker macht krank?

Welche Süßungsmittel kannst du verwenden, ohne dass sie deiner Gesundheit schaden?

Grundsätzlich gilt ::

  • der Körper braucht Zucker
  • Glucose ist sein wichtigster Energielieferant
  • ohne Glucose ist der Mensch nicht lebensfähig

Daher hat die Natur nahezu alle Lebensmittel

  • mit unterschiedlichen Zuckerarten (Glucose, Fructose etc. ) oder
  • mit Kohlenhydraten – die letztlich in Glucose umgewandelt werden –
  • IMMER im natürlichen Verbund mit Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen
  • NIEMALS isoliert!

ausgestattet.

Denn die vollständige Verstoffwechselung des Zuckers findet nur statt,

  • wenn diese Substanzen zusammenspielen – starke Blutzuckerschwankungen bleiben in diesem Fall aus.

Gesunder Zucker ::

Zuckerart,

  • die der Gesundheit förderlich ist
  • die dem Körper als Energielieferant dient, ohne ihm in irgendeiner Weise zu schaden

Akzeptabler Zucker ::

Zuckerart,

  • die die Gesundheit nicht fördert, aber ihr keinesfalls schadet

Gefährlicher Zucker ::

Zuckerart,

  • die weder gesund noch akzeptabel ist
  • die den Körper krank macht
  • die die Bauchspeicheldrüse und Leber sowie Nieren und Darm überfordert

Klartext :: die Menge macht das Gift

Das bedeutet konkret ::

  •  nur der Zucker aus naturbelassenen Lebensmitteln, die immer auch gleichzeitig die benötigten Begleitstoffe (Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe) enthalten, ist ein gesunder Zucker

Vorausgesetzt ::

  • es werden normale Mengen dieser Lebensmittel verzehrt

Verzehrst du kiloweise Obst, Gemüse oder vollwertiges Getreide, schadest du deiner Gesundheit ebenso.

  • auch ein Übermass an natürlicher Fructose oder hochwertigen Kohlenhydraten überlastet den Körper und kann krank machen.

 

Das macht krank :: starke Blutzuckerschwankungen

Es gibt Zuckerarten, die den Blutzucker besonders

  • schnell und
  • sehr hoch

ansteigen lassen.

Ein hoher Blutzuckerspiegel

  • zwingt die Bauchspeicheldrüse,
    • hohe Mengen an Insulin auszuschütten,
      • damit das Blut möglichst schnell wieder eine normale Zuckerkonzentration aufweist

Ist der Körper ständig mit diesen Zuckerarten konfrontiert,

  • ist die Bauchspeicheldrüse überfordert,
    • kann sie nicht mehr genügend Insulin produzieren,
      • der Zuckerspiegel kann nicht ausreichend absinken und
        • die Zellen werden auf Dauer insulinresistent

So entsteht letztlich Diabetes.

 

Messbar :: der Glykämische Index (GI)

Der GI misst

  • wie schnell und
  • wie hoch

der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines Lebensmittels ansteigt.

Kohlenhydrate gelten als umso schlechter,

  • je höher ihr glykämischer Index ist.

Reine Glucose hat hat den höchsten GI vom 100.

  • Weissbrot  liegt bei 70 bis 85
  • Schokolade und Cola bei 70
  • Vollkornprodukte haben einen GI von 40
  • Hülsenfrüchte sowie die meisten Obst und Gemüsesorten liegen unter 40

Ein niedriger GI

  • lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen
  • findet man in Lebensmittel aus vollem Korn, Hülsenfrüchte sowie Obst und Gemüse
  • belastet die Bauchspeicheldrüse kaum
  • ist ein GI (weit) unter 50

Der Verzehr von Zucker und Kohlenhydraten hat einen sehr unterschiedlichen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Der Zucker aus gesunden Lebensmitteln löst nur geringe Blutzuckerschwankungen aus – dient somit der Energiegewinnung, ohne der Gesundheit zu schaden.

Isolierte Zucker sind ::

Zuckerarten,

  • die stark verarbeitet wurden
  • die den Blutzucker enorm in die Höhe schnellen lassen und
  • die aufgrund weiterer negativer Auswirkungen, der Gesundheit nicht zuträglich sind

Hierzu zählt

  • der isolierte Zucker in Reinform ebenso wie
  • der Zuckersirup

 

Einfachzucker

1. Glucose

  • ist ein Einfachzucker, der als Traubenzucker oder Dextrose in den Handel kommt
  • ist in seiner natürlichen Form in Früchten, Gemüsen, Vollkornprodukten und Honig zu finden

Traubenzucker

  • wird in zahlreichen Süßwaren, Getränken und Sportlernahrungen verwendet
  • stammt allerdings nicht aus Trauben – wie sein Name vermuten lassen könnte –
  • wird mittels gentechnisch veränderter Mikroorganismen aus Weizen, Mais- oder Kartoffelstärke gewonnen

Die verwendete Maisstärke stammt oftmals ebenfalls aus gentechnisch verändertem Mais.

– ist weit davon entfernt, der Gesundheit in irgendeiner Weise förderlich zu sein!

2. Fructose

  • zählt zu den Einfachzuckern unter den Kohlenhydraten.
  • kommt in der Natur in Früchten, Gemüsen und Honig vor
  • wird in unzähligen Fertigprodukten verwendet
  • wird dafür nicht natürlich, sondern industriell gewonnen – mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen

– ist die gefährlichste aller Zuckerarten !!! (Achtung „roher Agavensirup/-dicksaft“ ist besonders gefährlich – siehe unten)

industriell hergestellte Fructose

– wird im Körper viel schneller in Fett umgewandelt als Glucose

– verhindert die Entwicklung des Sättigungsgefühls

– füttert Krebszellen, Bakterien, Pilze – mehr als Glucose (lt. amerikanischer Studie aus dem Jahr 2010)

Zweifachzucker

1. Saccharose

  • ist ein Zweifachzucker, der aus Glucose und Fructose besteht
  • wird aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr raffiniert

Nach der Verarbeitung bleibt der Rohrzucker oder Rübenzucker übrig.

Daraus werden in weiteren Verarbeitungsschritten verschiedene weisse Zuckervarianten hergestellt

– Kristallzucker (Haushaltszucker oder Raffinade)
– Instantzucker (durch Sprühtrocknung des Haushaltszuckers gewonnen)
– Hagelzucker (grober Kristallzucker)
– Kandiszucker weiss (eingedickte Zuckerlösung)
– brauner Kandis (eingedickte Zuckerlösung, mit Zuckerfarbe gefärbt)
– Puderzucker (extrem fein gemahlener Haushaltszucker)
– Würfelzucker (zu Würfeln gepresster Haushaltszucker)

Bei der Herstellung von weissem Zucker kommen jede Menge Chemikalien zum Einsatz ::

  • Klär- und Reinigungsmittel wie Chlor und Schwefeldioxid,
  • Bleichmittel sowie
  • chemische Substanzen, die das Verkleben und den Belag auf den Verdampferheizflächen verhindern

Dass Rückstände dieser giftigen Substanzen im strahlend weissen Zucker verbleiben, ist sicher nicht zu verhindern…

Vorsicht ::

In Reformhäusern oder Naturkostläden werden spezielle Zuckerarten angeboten, die aus Zuckerrohr (Vollrohr- bzw. Rohrohrzucker) oder Zuckerrüben (Vollzucker) hergestellt werden – häufig als vollwertig und gesund angepriesen.

Aber ::

auch dies sind konzentrierte Zuckerarten – ihr hoher Zuckergehalt macht die gesundheitsfördernden Eigenschaften der enthaltenen Mikronährstoffe wieder zunichte.

Vollzucker

  • ist ein vollwertiger Zucker aus Zuckerrüben (aber :: . . .)

Rohrohrzucker

  • ist ein teilraffinierter Zucker, an dem noch etwas Melasse haftet (ein dunkler Zuckersirup der bei der Zuckerproduktion anfällt)

Melasse gilt als wertvolles Lebensmittel, weil sie noch sämtliche Mineralien enthält, die ursprünglich in der Zuckerrübe oder im Zuckerrohr enthalten waren.

  • ist kein vollwertiger Zucker, denn auch er wurde etlichen Verarbeitungsprozessen ausgesetzt
  • enthält nur sehr geringe Mengen an Melasse, so dass sein Anteil an Mineralien im Vergleich zur Saccharose verschwindend gering ist.

Daher kann der Rohrohrzucker nicht als gesund bezeichnet werden.

Vollrohrzucker

  • ist schonend verarbeiteter Zuckerrohrsaft

Die Raffination zum Weisszucker entfällt hier vollständig.

  • wird nach dem schonenden Eindicken kurz hocherhitzt, um eventuelle Keime abzutöten
  • bildet keine Kristalle und wird daher zur Zerkleinerung gemahlen
  • neigt zur Verklumpung – gut verschlossen aufbewahren
  • ist eines der besten Süßungsmittel der Zuckerrubrik – aber ::  auch er ist ein konzentrierter Zucker, an dem der ca. 2,5%ige Anteil an Mineralien nicht viel ändert

 

2. Maltose

  • ist ein Zweifachzucker – (Malzzucker bekannt, besteht aus 2 Molekülen Glukose)
  • entsteht auf natürlichem Weg beim Keimen von Getreide, wie beispielsweise bei der Gerste
  • ist in vielen Pflanzen, aber auch im Brot, Honig und Bier zu finden
  • hat einen karamellartigen Geschmack
  • findet häufig Verwendung in Süßwaren, Backwaren Kindernahrung und Getränken
  • hat eine geringere Süßkraft im Vergleich zu anderen Zuckerarten
  • wird daher immer in Verbindung mit anderen Süßungsmitteln eingesetzt

In der Industrie wird keine natürliche Maltose verwendet, sondern Malzzucker, aus Stärke und gentechnisch veränderten Enzymen

Sirup :: DER Zucker für die Massenproduktion

  • ist eine dickflüssige, konzentrierte Lösung, die durch Kochen pflanzlicher Stärke unter Zuhilfenahme von gentechnisch hergestellten Enzymen produziert wird
  • ist billig herzustellen
  • ist profitabel

Allein in den USA wird bereits ein Drittel des Zuckermarktes von Sirupen beherrscht.

Glucose- und Fructosesirup findest du auch bei uns in unzähligen Fertiggerichten und Getränken.

 

1. Glucosesirup

  • wird aus pflanzlicher Stärke gewonnen
  • wird in Europa aus Kartoffel- Weizenstärke und überwiegend aus Maisstärke hergestellt (Achtung: Mais!! meist genmanipuliert) – die Stärke wird durch gentechnisch hergestellte Enzyme in Zuckerbausteine aufgespalten
  • ist in Süsswaren und Backwaren aller Art zu finden sowie in Marmelade ,Eis, Ketchup, Gummibärchen und vielen anderen „Leckereien“, die allesamt der Gesundheit schaden

 

2. Fructosesirup

  • wird mittels Isomerisierung (einem zusätzlichen chemischen Prozess) aus Glucosesirup hergestellt (während diesem Vorgang wird ein Teil der Glucose in Fructose umgewandelt)

Der Grund hierfür ist einleuchtend, denn die Fructose

  • hat eine deutlich höhere Süsskraft als Glucose – je mehr Fructose der Sirup enthält, umso süßer ist er.

Deshalb wird der Fructosesirup häufiger verwendet als der Glucosesirup.

Doch Fructose ist nicht nur besonders süss, sondern vor allem besonders gesundheitsgefährdend!

3. High Fructose Corn Syrup (HFCS)

  • heißt er, sobald der enthaltene Fructose-Anteil im Sirup auf über 50 Prozent steigt
  • verfügt über eine stärkere Süsskraft als herkömmlicher Haushaltszucker und
  • kostet in der Herstellung gegenüber der Saccharose trotzdem nur ein Drittel
  • ist aufgrund seiner besonders intensiven Süsskraft nahezu allen Süsswaren, Fertiggerichten und Getränken zugesetzt

Für die Hersteller ist das ein enorm profitables Geschäft.

Für den Verbraucher eher nicht.

Der Verbraucher – sprich du – hast keine Chance, deine aufgenommene Fructosemenge zu kontrollieren.

Ein Übermass an Fructose

  • kann verheerende Wirkungen auf die Gesundheit haben ::

–  Bluthochdruck

– Diabetes

– Nierenerkrankung

– Fettleber

– Gicht

 – Vermehrung von Krebszellen, Bakterien, Pilzen

4. Ahornsirup

  • ist der eingedickte Saft des kanadischen Zuckerahorns
  • wird aus Ahornbäume gewonnen, in die kleine Zapfhähne geschlagen werden
  • wird in Bottichen aufgefangen
  • wird anschließend so lange gekocht, bis das Wasser verdampft ist
  • ist ein fast 70%iges Zuckerkonzentrat
  • hat recht hohe Mineralienmengen – aber :: ist nicht zur Deckung des Mineralstoffhaushalts geeignet 🙂
  • ist besser als Haushaltszucker (aufgrund der zusätzlichen Mineralstoffe)
  • ist besser als Fructosesirup, da er einen relativ niedrigen Gehalt an freier Fructose aufweist und sein Hauptzuckeranteil aus Saccharose besteht
  • enthält reichlich Antioxidantien
  • kann dennoch nicht als gesund bezeichnet werden

 

5. Yacon-Sirup

Yacon ist ein Wurzelgemüse, das in den peruanischen Anden wächst und dort als wertvolles Lebensmittel ebenso hoch geschätzt wird wie auch in der medizinischen Verwendung.

Aus dieser Wurzel wird der Yacon-Sirup hergestellt. Er ist zwar weniger süss als Zucker, Honig oder Dicksäfte, dafür ist er aber umso gesünder.

Yacon-Sirup

+ kann getrost als gesunde Süsse bezeichnet werden, denn er vereint vielerlei gesundheitliche Vorteile.

+ hat nur halb so viel Kalorien wie Honig,

+ hat einen sehr niedrigen glykämischen Index

+ enthält einen hohen Gehalt an Eisen, viele andere Mineralien und Antioxidantien

+ hat eine hohe Qualität in Form von Fructooligosacchariden (FOS)

+ unterstützt als Präbiotikum eine gesunde Darmflora und Darmtätigkeit

+ hat eine stoffwechselanregende Wirkung und kann zur Gewichtsreduzierung beitragen

+ ist ein ideales Süßungsmittel für Diabetiker und Übergewichtige Menschen

 

6. Agavensirup (siehe Dicksäfte)

 

Dicksäfte

  • Apfel- ,
  • Birnen- oder
  • Agavendicksaft (Agavensirup)

Klingt gesund – doch Vorsicht!

Gesund sind Dicksäfte nicht !!!

– sie verfügen über einen extrem hohen Zuckergehalt

– der sich überwiegend aus Fructose zusammensetzt

– erlangen durch das Verdampfen des Wassers während der Herstellung einen Zuckeranteil von bis zu 90 Prozent

Selbst wenn der Saft relativ schonend bei etwa 60°C erhitzt wird, was längst nicht bei allen Säften der Fall ist, gehen hitzeempfindliche Vitamine sowie sämtliche Enzyme verloren (ausgenommen Rohkostqualität?!).

Das, was übrig bleibt, ist hochkonzentrierter Zucker, an dem noch einige Mineralstoffe kleben.

Diese Säfte sind sicher noch besser als jene, die aus Gen-Mais und gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, aber das Prädikat „gesund“ ist den Dicksäften nicht zu verleihen.

Agavendicksaft enthält 90 Prozent Fructose! (auch von „rohem“ Agavensirup ist daher dringend abzuraten – zumal es einen rohköstlichen Agavendicksaft/sirup im eigentlichen Sinne gar nicht geben kann)

Nicht gesund, aber dennoch empfehlenswerter als die oben genannten Dicksäfte sind folgende Sirupe:

Ahornsirup, Dattelsirup, Reissirup und Gerstenmalzsirup.

Ihr einziger, jedoch wesentlicher Vorteil ist der, dass der Fructoseanteil deutlich geringer ausfällt.

Honig

  • ist ein naturbelassenes Produkt, dem weder etwas entzogen noch hinzugefügt wurde
  • hat einen sehr niedrigen Wassergehalt und wurde nicht erhitzt (guter Imker-Honig)
  • Honig enthält neben Fructose, Glucose, Saccharose sowie weiteren Mehrfachzucker auch noch einige Mineralien und Enzyme.
  • Das könnte ihn zu einer wertvollen Zuckerquelle machen – wäre da nicht sein hoher Zuckeranteil von 80 Prozent.
  • Dieser konzentrierte Zucker kann natürlich ebenso wie Haushaltszucker Zahnschäden verursachen, die Bauchspeicheldrüse belasten und den Darm schädigen. Daher sollte Honig nur in sehr geringen Mengen verzehrt werden.

Manuka Honig

  • ist eine Ausnahme unter allen Honigarten
  • findet bei vielen Erkrankungen Anwendung (Hauptwirkstoff Methylglyoxal)
  • schadet trotz seines hohen Gehaltes an Fructose (etwa 40 Prozent) und Glucose (etwa 30 Prozent) selbst der Zahngesundheit nicht – im Gegenteil!

Eine wissenschaftliche Studie zeigte sogar, dass Manuka-Honig die Zähne fast genauso gut vor Zahnbelag schützen kann wie die chemische Chlorhexidinlösung.

  • kann als ein gesundes Süssungsmittel bezeichnet werden

 

Kokosblütenzucker

  • wird aus dem frischen Saft der Kokosblüte gewonnen – der zu einem dickflüssigen Sirup eingekocht wird – Kokosblütensirup – dieser wird weiter erwärmt, bis er auskristallisiert
  • ist weniger süß als Haushaltszucker
  • hat einen karamellartigen Geschmack
  • hat einen sehr niedrigen glykämischen Index von 35
  • hat einen geringen Fructoseanteil von 2-9 Prozent
  • hat ein bemerkenswertes Mineralstoffangebot für einen Zucker
  • belastet die Bauchspeicheldrüse nicht

 

Süßstoffe

die bekanntesten sind

  • Aspartam
  • Saccharin und
  • Sucralose

1. Aspartam

ist auch als „NutraSweet“, „Canderel“ oder einfach als E 951 bekannt

2. Saccharin

trägt die Bezeichnung E 954

3. Sucralose

ist E 955

Süssstoffe

  • sind synthetisch hergestellte Ersatzstoffe für Zucker
  • verfügen über eine starke Süsskraft,
  • haben aber dennoch keine Kalorien.

+ enthalten keinen Zucker und bieten somit auch den Bakterien und Pilzen keine Nahrung (scheinbarer Vorteil)

– negative Auswirkungen auf die Gesundheit sind vielfältig und gravierend

– Süßstoffe machen dick (werden bei der Tierzucht zur schnelleren Mast verwendet) – obwohl sie null Kalorien haben

– können den Körper und das Gehirn

Die Erklärung ::

Süßstoffe suggerieren dem Gehirn das Eintreffen von Zucker.

  • automatisch wird die Bauchspeicheldrüse aktiviert und
  • setzt entsprechende Mengen Insulin zum Transport des vermeintlichen Zuckers frei
  • die unnötige Insulinausschüttung führt zu Heisshungerattacken

 

Zuckeraustauschstoffe

  • werden in der Regel aus natürlichen Rohstoffen gewonnen (im Gegensatz zu künstlichen Süßstoffen)
  • zählen chemisch gesehen zu den Zuckeralkoholen, die auch in Obst, Gemüsen, Pilzen vorkommen (Ausnahme: in der Industrie werden die Substanzen aus Weizen- und Maisstärke gewonnen)
  • sind süß schmeckende Kohlenhydrate
  • haben meist weniger Süßkraft als Haushaltszucker (Ausnahmen sind Xylit und Stevia)
  • werden daher häufig in Kombination mit Süßstoffen verwendet (Vorsicht!)

+ haben weniger Kalorien als normaler Zucker

+ gelangen langsamer ins Blut (geringerer Blutzuckerspiegelanstieg)

+ werden überwiegend Insulin-unabhängig verstoffwechselt

+ sind nur schwach säurebildend (schaden der Zahngesundheit nicht)

+ sind eine gute Alternative zu den bisher genannten Zuckerarten (solange kein gentechnisch veränderter Mais oder gentechnisch veränderte Bakterien verwendet werden)

– in hohen Mengen verzehrt wirken sie stark abführend

Dazu zählen

Stevia

  • übertrifft die Süsse des Haushaltszuckers bei weitem
  • kann noch mit einigen gesundheitlichen Vorteilen aufwarten

 

Erythrit / Erythritol

  • wird durch ein Fermentationsverfahren gewonnen, in dem Glukose aus Weizen- oder Maisstärke durch spezielle Hefepilze fermentiert wird
  • kann im Vergleich zum Zucker mit einer etwa 70-prozentigen Süsskraft aufwarten und
  • ist in seinen gesundheitlichen Vorzügen vergleichbar mit denen von Xylit

+ hat nahezu keine Kalorien (20 kcal/100g)

+ gelangt zu 90 Prozent über den Dünndarm ins Blut und

+ wird bis auf knapp 10 Prozent vollständig über die Nieren ausgeschieden

+ ist auch nach dem Verzehr grösserer Mengen sehr viel besser verträglich als Xylit und andere Zuckeralkohole

Fazit ::

  • die allermeisten Zuckerarten sind der Gesundheit nicht dienlich – viele machen sogar krank
  • besser :: sich vom süßen Geschmack zu entwöhnen
  • der Ausstieg aus der Zuckersucht ist nicht leicht, aber machbar – Austausch von Zucker und Senken der Menge
  • genau auf die Zutatenlisten der Fertigprodukte schauen

+ Xylit, Erythrit und Stevia schaden der Gesundheit nicht

+ Manuka Honig

+ Kokosblütenzucker

++ Yacon-Sirup

weitere Möglichkeit ::

mit Superfoods wie Lucuma- oder Baobab-Pulver süßen.

Ich werde gut auf deine Daten aufpassen und sie nicht weitergeben. Versprochen.

7 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo, wow was für ein ausführlicher informativer Artikel. Danke dafür. Ja das Thema süß und Zucker wird, so glaube ich, noch einige Zeit dauern bis es noch viel viel mehr Menschen erreicht. Ich glaube ja Zucker (und spreche hier jetzt aber von dem typischen Industriezucker) ist die Droge Nr. 1

    Aber auch das mit den anderen Zuckerarten hast du sehr gut beschrieben, wichtig finde ich das auch mit dem Traubenzucker, das Traubenzucker eben NICHT aus Trauben besteht, wie man so schön denken könnte.

    Ich muss zugeben ich habe schon oft überlegt, mir Zuckerersatzprodukte wie Xylit oder ich wollte eher Erythrit nehmen, aber ich konnte mich von meinem Gefühl, warum auch immer, noch nicht dazu durch ringen. Aber irgendwann probiere ich es sicher mal.

    Aktuell habe ich hier Reissirup, Ahornsirup und Dattelsirup (wenn frisch selbst gemacht), die ich aber alle sehr sparsam einsetze (behaupte ich mal 😉 ) Ganz ganz ganz selten Kokosblütenzucker/sirup den ich auch hier habe. (Er sagt mir vom Geschmack auch nicht so zu).

    Viele liebe Grüße, Jen

    1. Hallo Jen,

      ja, auch ich halte mich meist an den Grundsatz „weniger ist mehr“ und versuche eher auf (zusätzliche) Süße zu verzichten.

      Wenn ich für die Kids ein wenig mehr Süße brauche, nutze ich meist die natürliche Süße aus Früchten oder sehr selten eingeweichte (pürierte) Datteln.
      Ich persönlich mag den Geschmack von Kokosblütenzucker oder -sirup mehr, als den von Stevia oder anderen Zuckeraustauschstoffen – wobei Stevia wohl nach bisheriger Erkenntnis von allen Optionen grundsätzlich die Beste Wahl wäre.

      Am liebsten verwende ich Superfoods wie Lucuma- und Baobabpulver 🙂 – denn sie enthalten neben natürlicher Süße noch ein umfangreiches Nährstoffspektrum!
      Smoothies, Desserts, Fruchtmus, Saucen, Dipps und Gebäck lassen sich so herrlich verfeinern.

      Übrigens: Lucuma ist zum Andicken von Süßspeisen und Desserts hervorragend geeignet und verleiht den Speisen eine zusätzliche Cremigkeit.

  2. Liebe Regine….danke für die schöne Aufzählung! Da hast du dir ja echt Mühe gemacht! Ich habe vor einiger Zeit ein paar Vorträge über Zucker und Co. gehalten und mich jetzt gefreut maöl wieder eine Auffrischung von dir zu bekommen ;-)! Herzlicher Dank, Birthe

    1. Hallo Birthe,

      danke für dein Feedback. Ja, gerade für Kinder finde ich es extrem wichtig, sich intensiv mit dem Thema Zucker auseinanderzusetzen. Kinder lieben Süßes – unsere Aufgabe ist es, uns über die möglichen Konsequenzen und Alternativen zu informieren. Wo sind deine Vorträge zu hören?

      Alles Liebe,
      Regine

  3. Liebe Regine,

    das war jetzt für mich (die sich seit Jahren mit Zuckerersatz beschäftigt, weil unser jüngster Sohn eine Zuckerunverträglichkeit hatte bis er ca. 12 war… jetzt reagiert er nur noch zu seiner Heuschnupfenzeit im Mai extrem darauf und muss den Zucker weglassen).
    Interessant war für mich zu lesen, dass Agavendicksaft, den wir seit über 12 Jahren für ihn und uns alle verwenden, doch so ungesund ist. Darüber bin ich etwas erschrocken.

    Und ich wollte dich fragen, was du denn vom relativ neu auf dem Markt erschienenen Birkenzucker hälst?

    Stevia schmeckt leider der ganzen Familie nicht… 🙁

    Liebe Grüße von Anke

    1. Liebe Anke,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Mir erging es ähnlich wie dir. Über Jahre hinweg hatte ich Agavensirup als gesunde Alternative zu Zucker angesehen! Und selbst jetzt lese ich noch – sogar in neu erscheinenden Rezeptbüchern zu Rohkost etc. dass Agavensirup in Rezepten verwendet und als „gesund“ bezeichnet wird.

      Zum ersten Mal wurde ich vor vielen Jahren stutzig, als ein Osteopath mir sagte, dass Agavensirup die Leber belasten würde. Ich konnte das zum damaligen Zeitpunkt nicht so recht glauben – las ich doch in allen einschlägigen Naturkost- und Fachmagazinen dass der Sirup ein vollwertiger und gesunder Zuckerersatz sei.

      Erst als ich mich selbst auf den Weg machte, recherchierte und die Zusammenhänge verstand, erkannte ich, dass Agavensirup in der Tat gefährlicher ist als Zucker selbst! Und ich bin wirklich schockiert, dass immer mehr Produkte „mit Agavensirup gesüßt“ angeboten werden und den Verbrauchern suggeriert wird, sie würden eine gesündere Alternative der Marmelade o.ä. kaufen.

      Demnächst werde ich das Video mit Brian Clement vom Hippocrates Health Institute, Florida auf dem Blog veröffentlichen – in dem genau das Thema ist.
      „Sweet Disease“ heißt das erst kürzlich erschienene Buch von Brian Clement – für alle, die noch mehr zum Thema Zucker wissen wollen.

      Mit dem Geschmack von Stevia kann ich mich auch noch nicht so wirklich anfreunden 🙂 . . . Sobald ich Leckereien mit Stevia zaubern kann, stelle ich sie auf den Blog – manchmal nehme ich ein zwei Tropfen, um die Süße zu intensivieren, ohne dass der Geschmack durchkommt.

      Ansonsten versuche ich – wie im Artikel beschrieben – grds. die Süße zu reduzieren, ggf. auf Datteln, Bananen, Kokosblütenzucker/sirup, Yaconsirup, Baobab-Pulver, Maca oder Birkenzucker (Xylit) zurückzugreifen.

      Liebe Grüße,

      Regine

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