ZUCKER – das süße Gift – 5 Dinge, die du wissen musst

Zucker macht dick.

Zucker macht dumm.

Zucker macht krank.

Zucker macht süchtig.

„Weiß ich schon“, sagst du.

Was ist daran jetzt neu? Wie heißt der 5. Punkt?

Zucker soll eine Droge sein? Warum gibt es keine Warnhinweise auf den Lebensmitteletiketten? Wenn doch, wie schütze ich mein Kind davor?

Alles bloß Panikmache?!

1  ZUCKER ist NICHT dein Freund

Auch wenn du es nicht hören willst:

Zucker ist NICHT dein Freund.

So gut er auch schmeckt – und so wohl du dich damit fühlst, weil er einen Beta-Endorphin Rausch, in dein Gehirn zaubert. Zucker ist dein FEIND. Aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse zeigen es:

Der regelmäßige Verzehr von Zucker ist eine der schlimmsten Sachen, die du deiner Gesundheit antun kannst.

 

Und willst du wissen

  • warum das so ist?
  • wie du deine Kinder davor schützt?
  • wo er überall lauert und du ihn gar nicht vermutest?
  • ob du selbst süchtig bist, ohne es zu merken?
  • wie du in 7 Schritten Zucker erfolgreich reduzierst?

 

WARUM ?

Schau dir den Zuckerkonsum der letzen 300 Jahre in Amerika an:

Im Jahre

  • 1700 lag der durchschnittliche Zuckerverzehr pro Person bei 4 Pfund/Jahr
  • 1800                                                                                       bei 18 Pfund/Jahr
  • 1900                                                                                      bei 90 Pfund/Jahr
  • 2012 konsumierten mehr als 50% aller Amerikaner 1/2 Pfund Zucker am Tag!                                                                                      macht 180 Pfund/Jahr

1890 hatten nur               3 von 100.000 Leuten Diabetes.

2012 wurde bei fast 8000 von 100.000 Personen Diabetes diagnostiziert!

In Deutschland liegt der durchschnittliche Verzehr bei 26-31 Teelöffeln Zucker (ca. 136 g) pro Tag. Nicht weit davon entfernt.

Es ist erwiesen . . .

2  ZUCKER I S T eine Droge

Ja, es stimmt. Zucker ist eine Droge.

Und es kommt noch schlimmer. Zucker macht hochgradig abhängig. Und zwar schnell.

Dr. Serge Ahmed aus Bordeaux (Frankreich) hat es untersucht. Er gab Ratten die Wahl zwischen Kokain und Zucker. Rate mal für was sie sich entschieden haben.

Richtig …. Zucker!

Der süße Geschmack von Zucker wirkt belohnender als das Kokain-High.

WARUM ?

Zucker produziert Dopamin – ein Glückshormon im Gehirn. Es signalisiert dem Körper ein gutes Gefühl. Ähnlich wirken auch Suchtstoffe wie Nikotin oder Alkohol.

Deshalb brauchst du Zuckerhaltiges – um dich „normal“ zu fühlen. Streichst du Zucker von deinem Speiseplan, machst du einen Entzug durch. Hast du ein paar Tage den „kalten Entzug“ durchlebt, produziert dein Gehirn wieder selbst Dopamin. Aber das Unbehagen des Entzugssprozesses hält viele „Zuckerabhängige“ in ihrer Sucht gefangen. Wie bei einer Droge.
Auch das American College of Neurosynchoparmacology belegt 2012 mit seiner Studie: Zucker löst im Gehirn die gleichen Reaktionen aus wie Morphine, Kokain und Nikotin. Zucker ist ein Suchtmittel.

Und nun?

Was tun?

Ganz einfach: weglassen 🙂

Aber wie? Und brauchen Kinder nicht Zucker zum Wachsen, zum Lernen und zur gesunden Entwicklung?

3  ZUCKER hat unsere Kinder im Visier

Alkohol oder Zigaretten konsumieren wir (üblicherweise) nicht im Säuglingsalter. Wir entscheiden uns bewusst dafür, die ein oder andere Droge zu konsumieren. Und wissen um das Suchtpotential.

Beim Zucker ist es anders.

Zucker gilt immer noch als harmloses Lebensmittel. Er wird schon den Säuglingen in Form von gesüßten Tees in der Klinik eingeflößt.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich selbst bei meinen Frühchen darum gekämpft habe, dass sie keine Zuckerlösung bekommen. Ob ihnen nachts nicht doch heimlich etwas davon gegeben wurde – ich weiß es nicht.

Weiter geht es mit gesüßter Babynahrung, Keksen und speziellen Kinderprodukten.

Bei Babys funktioniert die Konditionierung hervorragend

WARUM ?

Ihr Geschmackssinn befindet sich noch in der Entwicklung. Gibt man ihnen regelmäßig Zucker, wird die Reizschwelle für Süßes künstlich in die Höhe geschraubt.

Die Süße eines Apfels* reicht dann nicht mehr aus. Zum Glücklich sein brauchen sie Zucker in Reinstform. Eltern und „nette“ Tanten geben den süßen Kleinen meist noch Süßis als Belohnung –  Programmierung perfekt abgeschlossen.

Als Erwachsene greifen sie bei Stress und Frust – wonach?

Klarer Fall – zu Süßem.

 

*
(Dabei ist unser Obst heute schon bis zu 30 mal süßer als vor 100 Jahren!
Ursprüngliche Obstsorten sind kaum mehr erhältlich – süße Grapefruits, kernlose, süße Trauben, Bananen bis zum Abwinken, super sweetie . . . aber das ist ein anderes Thema.)

4  Die Lebensmittelindustrie freut sich . . .

Sie weiß schon lange, dass Zucker süchtig macht. Sie nützt es aus. Zucker ist ein günstiger Rohstoff. Bringt höhere Gewinne.

Mehr Zucker in den Produkten – mehr Süchtige – mehr verkaufte Produkte – mehr Gewinn.

Wir essen immer mehr. Werden immer fetter. Und irgendwann krank. Dann verdient die Pharmaindustrie an uns und unseren Kindern :-).

Amerikanische Kinder essen 10 mal mehr Zucker als im Jahr 1900.

Besonders als HFCS (High Fructose Corn Sirup ein Glucose-Fructose-Sirup) – dieser macht besonders schnell abhängig.

„Wir leben nicht in Amerika“, höre ich dich sagen und „ich esse schon lange keinen weißen Industriezucker mehr. Ich nehme natürliche Süßungsmittel wie rohen Agavensirup“.

Aber weißt du was?

„(Roher) Agavensirup ist am schlimmsten . . . „

Brian Clement (Hippocrates Health Institute, Florida)

WARUM  ?

Weil er unglaublich viel Fructose enthält. Die ist nicht mal wie beim Industriezucker an Glucose gebunden, sondern sie ist einfach da. Der Körper muss sie nicht mal aufspalten. Deshalb wird die Fructose sofort aufgenommen, direkt zur Leber geleitet und in Fett umgewandelt. Das Fett beeinträchtigt wiederum den Stoffwechsel.

Die Folgen sind fatal.

Fructose trickst unseren Stoffwechsel aus. Sie schaltet das Appetit-Kontroll-Zentrum aus.

Fructose fördert nicht genügend Insulin, das wiederum Ghrelin (appetitanregendes Hormon) unterdrückt und stimuliert auch kein Leptin  (Sättigungshormon).

So kommt es, dass du mehr isst und eine Insulinresistenz entwickelst.

Das ganze unterdrückt zudem dein Immunsystem-

so Dr. Joseph Mercola (bekannter Alternativmediziner aus den USA)

HFCS vermeiden reicht nicht!

Der ausgiebige Genuss von ALLEN raffinierten Zuckern führt zu einer verschlechterten Immunfunktion (d.h. er setzt die Fähigkeiten der weißen Blutkörperchen herab, Bakterien zu töten) und führt zu
Fettsucht und Diabetes.

Experten wie Dr. Hans Diehl erwarten einen regelrechten Fettsucht und Diabetes Tsunami.

Die Folgen sind so drastisch, dass sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im März 2015 die Empfehlung von bisher 50 Gramm auf 25 Gramm freien Zucker pro Tag reduziert hat.

Für Kinder gilt die Hälfte.

Das sind 3 Teelöffel.

Eine Dose Limonade enthält 10 Teelöffel!

Ein Esslöffel Ketchup 1 Teelöffel!

Und ein Glas Apfelsaft 6 Teelöffel!

 

Noch eines: auch

5  KREBSZELLEN lieben . . .

Ja, . . . Zucker!

Jeder von uns hat Krebszellen im Körper. Für ein intaktes Immunsystem kein Problem. Aber… Krebszellen ernähren sich von Zucker.

Vor allem von raffiniertem Fruchtzucker (Fructose). Das zeigt eine Studie der University of California aus dem Jahr 2010.

Hier schließt sich der Kreis:

Wie schon erwähnt, besteht

billiger Sirup wie HFCS in Getränken und Fertigprodukten bis zu 90 Prozent aus Fructose.

WARUM ?

Fructose hat eine höhere Süßkraft als Glucose.

Mit Enzymen reduziert die Lebensmittelindustrie den Glucosegehalt von Sirup und erhöht den Fructosegehalt auf bis zu 90 Prozent. Auf dem Zutatenetikett steht meist nur Sirup – gemeint ist damit der industriell verarbeitete Maissirup HFCS-90 (High Fructose Corn Syrup = fructosereicher Maissirup).

Für dieselbe Süßkraft benötigt der Hersteller so weniger Sirupmaterial. Die Kosten sinken – die Gewinne steigen 🙂

Getränke (Softdrinks) und Fertiggerichte (Brot, Süssigkeiten, Fertigsossen, Suppen, Konserven und vieles mehr) sind voll davon – voll von raffinierter, industriell hergestellter Fructose.

Ich persönlich empfehle dir, Fructose-Sirup, weißen Zucker, braunen Zucker, Agavensirup und alle künstlichen Süßstoffe wie Aspartam, Sucralose und Saccharin komplett zu vermeiden.

Wenn du ein Süßschnabel bist, bleibe bei 100% purem Stevia oder Bienenpollen.

Für den Übergang kannst du Xylitol, rohen Honig und Kokosblütenzucker nutzen. Wer kann, lässt auch diese Mogelpackungen (mehr und mehr) weg.

ZUCKERENTZUG – 7 Schritte zum Erfolg

Zuckerentzug ein Kinderspiel? Sicher nicht. Aber lohnenswert 🙂

So schützt du deine Kinder – Schritt für Schritt:

✓  Schritt 1 – zuckerhaltige Getränke ersetzen

stilles Wasser statt gesüßter Limonaden – für den Übergang kann Wasser mit Zitronensaft und etwas Stevia* als Limo dienen

* (ich persönlich mag den Geschmack von Stevia nicht besonders und lasse es lieber weg)

ACHTUNG: 200 ml Apfelsaft liefern 24 Gramm Zucker (die Tagesration für einen Erwachsenen!!!) Für den Übergang Fruchtsäfte auf alle Fälle mit reichlich Wasser (mindestens 1:2 besser 1:4) verdünnen.

✓  Schritt 2 – Fertigprodukte weglassen – Zutatenlisten lesen

alles was auf -ose endet ist Zucker. Alles liegen lassen, was Zucker, Fruchtzucker, Glucose, Glucose-Fructose-Sirup oder andere Zuckerarten enthält

Fertige Müslis, Salatsoßen, Ketchup, Saure Gurken, Fertiggerichte, Fruchtjoghurts und vor allem in LIGHT-Produkten (hier ersetzt ein mehr an Zucker das fehlende Fett als Geschmacksträger)  . . .

✓  Schritt 3 – Süßigkeiten durch Obst oder SUPERFOODS ersetzen

wie Gojibeeren, Nüsse oder Kale-Chips

Obst liefert Kindern genügend Zucker.

WICHTIG:

das Obst soll reif, saisonal, lokal und vor allem BIO sein. Also lassen wir die Banane dort wo sie hingehört – in die heißen, tropischen Länder und genießen sie im Urlaub.

In Beeren stecken wertvolle Antioxidantien und Vitalstoffe.

Trockenfrüchte enthalten jede Menge Zucker und kleben in den Zähnen – sparsam verwenden. (Nicht nur wegen Kariesgefahr!)

Für Erwachsene ist es durchaus sinnvoll, den Verzehr von Obst einzuschränken. Ganz, phasenweise oder es zur Ausnahme zu machen – je nach Gesundheitszustand. Das Immunsystem freut sich.

✓ Schritt 4 – herzhaft frühstücken

Grüne Säfte, Grüne Smoothies ohne Obst (oder höchstens 10%), frische Tomaten und Gurken (gehören auch zum Obst), Gemüse, Quinoa – mit verschiedenen Gewürzen

wer nicht auf süß verzichten kann, isst Quinoa oder gekochten besser noch gekeimten/getrockneten Buchweizen mit Getreidemilch Zimt, Vanille und evt. etwas Stevia

✓  Schritt 5 – proteinreiche Mahlzeiten (keine tierischen Produkte!) anbieten – Mineralstoffspeicher füllen mit viel Grün

Grüne Säfte und Sprossen liefern wertvolle Proteine.

Sind die Mineralstoffspeicher gefüllt, sinkt auch das Verlangen nach Süßem. Denn der Wunsch nach einem Stück Schokolade zeugt oft von einem Magnesium-Mangel. Durch den Schokoriegel wird er nicht behoben, sondern verstärkt. Der Wunsch nach Süßem steigt.
✓  Schritt 6 – komplexe Kohlenhydrate essen – Ballaststoffe halten den Blutzuckerspiegel konstant

Quinoa, ein Pseudogetreide aus Südamerika, ist ein ausgezeichneter Proteinlieferant – easy zuzubereiten – und reich an wertvollen Ballaststoffen

Wähle Lebensmittel, die den Blutzucker nicht so schnell nach oben schnellen lassen. Süßkartoffeln statt Kartoffeln, Quinoa, Hirse, Buchweizen statt Reis, Quinoa- oder Linsennudeln statt hellen, glutenhaltigen Weizennudeln oder glutenfreien Reisnudeln

 

 ✓ Schritt 7 – Bewegung macht glücklich

Bewegung und Muskeltraining steigern den Serotoninspiegel. Und senken damit die Suchtneigung.

Wer Sport macht oder sich draußen aufhält, hat

1. keine Zeit Zuckerhaltiges zu essen und macht sich

2. auf natürliche Art und Weise glücklich 🙂

 

Stimmungsbarometer während des Entzugs – zickig?

Alle darauf vorbereiten und langfristig den Erfolg genießen 🙂  oder raus gehen und eine Runde laufen.

 

Fazit ::

Du möchtest gesund bleiben. Dann MUSST du deinen Zuckerkonsum kontrollieren. Sonst kontrolliert er dich. Es ist DEIN Körper und DEIN Leben.

Zucker macht glücklich – und abhängig. Viele Lebensmittel enthalten zu viel Zucker. Wir Menschen bewegen uns immer weniger. Der hohe Zuckerkonsum führt so zu einer Fettsucht- und Diabetes-Epedemie.

Trinke stilles Wasser, esse viel Grünes und tobe mit deinen Kids durch den Wald:-)

 

Wer noch mehr wissen möchte ::

hier geht’s zur aktuellen WDR-Sendung von Quarks & Co zum Thema Zucker :: WDR-Sendung Quarks&Co – Zucker

Weitere Infos gibt’s auch bei :: Zentrum der Gesundheit :: Ist Zucker Gift?

Ich werde gut auf deine Daten aufpassen und sie nicht weitergeben. Versprochen.

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